• Gross Düssi

Charakter

Der Gross Düssi ist eine wunderbare Aussichtspyramide mit imposantem Tiefblick ins Maderanertal, auf den Hüfifirn und direkt in den Kamin der Hüfihütte. Die Gipfel des Planuraplateaus präsentieren sich ebenso eindrücklich wie der Oberalpstock und die übrigen Alpengipfel. Am Düssi lebt eine grosse Kolonie Steinböcke und in den steilen Grashängen zum Brunnital tummeln sich die Gemsen.

Auf- und Abstieg

Ausgangspunkt: Cavardirashütte

Höhenunterschied: 930m

Zeit: 6 Std. (für den Aufstieg); 6 Std. (für den Abstieg)

Schwierigkeit: mittelschwere Hochtour die entsprechende Erfahrung voraussetzt!

Ausrüstung: Gletscherausrüstung (Seil, Anseilgurt, Pickel, Steigeisen)

Landeskarten: 1:25000 Amsteg (Nr. 1212) und Schächental (Nr. 1192); 1:50000 Klausenpass (Nr. 246) und Disentis (Nr. 256)

Wegbeschreibung

AUFSTIEG

Von der Hütte steigt man östlich, den Markierungen folgend, über den Sporn ab zum kleinen, flachen Firnfeld, quert dieses in N-Richtung, traversiert das Couloir um in leichtem Gelände, immer die Höhe haltend P 2562 zu erreichen. Etwas oberhalb dieses Punkts findet sich der Durchschlupf im Felsband (5m absteigen). Nun quert man über Geröll und steile Grashänge zu Crap da Bros und auf Schafpfaden in ein Sättelchen auf ca. 2500m. Leicht absteigend auf Schafpfaden um die Rippe in die Westhänge der Val da Surplattas. Zuerst noch Pfaden folgend, dann über Geröll und Firn in den Kessel am Ende des Tals. Für den Aufstieg zu P 2783 wählt man das Couloir in der Wandmitte (es wird erst sichtbar wenn man sich direkt darunter befindet). Man steigt das Couloir hoch bis unter einen Überhang, quert nach links und klettert hoch zum Pass (2. Schw.grad). Auf dem Tschingelfirn auf ca. 2660m absteigen und horizontal über den flachen Gletscher queren. Wenig unterhalb P 2649 den SW-Sporn der Straligen Stöckli umrunden. Über den Tschingelfirn zu P 3007 aufsteigen. Das erste Gratstück zum Chli Düssi ist scharf und exponiert (2. Schw.grad), immer dem Grat folgend leicht zum Gipfel.

ABSTIEG

Der Aufstiegsroute folgend zurück auf den Tschingelfirn und über diesen, P 2568 rechts liegenlassend, zum Tschingelseeli. Bei P 2449.9 beginnt der steile Pfad über die grasige Rippe hinunter ins Brunnital. Bei der Brücke von Waltersfire 1900m erreicht man den markierten Wanderweg zu den Hütten von Hinterbalm. Man sollte es nicht verpassen in der Wirtschaft Durst und Hunger zu stillen. Der Wanderweg führt steil hinunter zum Blindensee und zu den Hütten von Guferen. Von hier mit dem Taxi oder zu Fuss nach Bristen.