• maderaner_rundtour_1
  • maderaner_rundtour_2
  • maderaner_rundtour_3
  • maderaner_rundtour_4
  • maderaner_rundtour_5
  • maderaner_rundtour_6
  • maderaner_rundtour_7
  • maderaner_rundtour_8
  • maderaner_rundtour_9
  • maderaner_rundtour_10
  • maderaner_rundtour_11
  • maderaner_rundtour_12

Charakter

Das Maderanertal ist eines der ursprünglichsten und intaktesten Bergtäler der Schweizer Alpen und fasziniert durch seine wilde Schönheit. Die Tour zeigt das Tal aus allen Blickwinkeln. Die markanten Gipfel von Gross Windgälle, Gross Düssi und Oberalpstock sind die Eckpfeiler eines grandiosen Panoramas. Der Anblick des wilden, serracreichen Gletscherabbruch vom Hüfifirn sowie die Überquerung des Brunnifirns lassen einem die Gletscherwelt erleben. Trotz der guten Bergwanderwege empfiehlt sich eine seriöse Vorbereitung auf die Tour unter Berücksichtigung der Höhenlagen.

Kurzübersicht

Ausgangspunkt: Bristen

Hütten:
Windgällenhütte 041 885 10 88
Hüfihütte 041 885 14 75
Hinterbalm 041 883 19 39
Cavardirashütte 081 947 57 47
Etzlihütte 041 820 22 88

Zeit: 5 Tage

Schwierigkeit: meist sehr gut markierte Tour mit – je nach Routenwahl am 4. Tag – einfacher Gletscherpassage

Ausrüstung: gebirgstaugliche Kleidung, gute Bergschuhe, Orientierungsmittel im Spätsommer, für die Etappe Cavardirashütte – Etzlihütte über den Brunnifirn zusätzlich Gletscherausrüstung

Landeskarten: 1:25000 Amsteg (Nr. 1212) und Schächental (Nr. 1192); 1:50000 Klausenpass (Nr. 246) und Disentis (Nr. 256)

1. Tag Bristen–Windgällenhütte (2 Std.)

Die Talstation der Golzernbahn 832m ca. 1.5km östlich von Bristen ist Endstation der Postautoverbindung Amsteg–Bristen. Von der Bergstation 1392m in E-Richtung über schöne Bergwiesen zum Golzernsee. Beim letzten Haus von Golzern (Seewen) 1423m zweigt der Weg links ab. Über Wiesen und durch lichten Wald über dem See in allgemein NE-Richtung aufsteigen. Oberhalb der Nossplatten durch zum grossen Steinmann auf der Kuppe am Rande der Mulde vom Stäfelbach. Kurz danach zweigt der Weg in N-Richtung ab und steigt zuerst links und dann rechts des Stäfelbaches an zur Windgällenhütte 2032m.

2. Tag Windgällenhütte–Hüfihütte (4 bis 5 Std.)

Von der Windgällenhütte nach Stäfeli 1927m absteigen und über Alpweiden leicht abfallend nach Ofeli 1757m und weiter zum Tritt ca. 1740m queren. (Bei viel Wasser sind die zu querenden Bäche nicht ganz ohne). Nach der Überwindung des Felsbandes wendet sich der Weg scharf in SW-Richtung und erreicht in einigen Kehren Saas 1465m. Hier links abbiegen auf den Weg, der hinunter zum Steg über den Chärstelenbach führt und kurz darauf den Hüttenweg zur Hüfihütte erreicht. Dieser führt fast geradlinig durch lichte Erlen zum Hüfital auf und durch Geröll an den Fuss der Hüfistöcklenen. In N-Richtung auf den Grasrücken. In einigen Kehren hoch zur schon von weit unten gut sichtbaren Hüfihütte 2334m.

3. Tag Hüfihütte–Hinterbalm–Cavardirashütte (6 Std.)

Von der Hütte steigt man auf dem markierten Weg über Unter Hüfi ab. Kurz nach Überqueren der Bachläufe vom Hüfital, bei den ersten Erlen zweigt der eindrückliche „Schafpfad“ links ab. Steil windet er sich durch die Felsbänder hoch, quert eine kleine Schlucht (Wegsicherungen) und erreicht schliesslich das Seelein von Murrenplanggen. Nach kurzem Abstieg wird der Lammerbach überquert. Über die Düssi Alp erreicht man auf gutem Weg die Hütten von Hinterbalm. Hier beginnt der Wiederaufstieg zur Cavardirashütte. Der markierte Wanderweg folgt dem Brunnibach auf der E-Seite um bei Waltersfire 1900m über die Naturbrücke auf die andere Seite zu wechseln. An imposanten Wasserfall beim Bocki vorbei zum Brunniboden. Über die wunderschöne Schwemmebene zu den Ruinen von Brunnistafel 2061m und anschliessend auf eine Kuppe. Man darf die Abzweigung nach links nicht verpassen um über einen Steg auf die E-Seite des Baches zu gelangen. Erst noch flach und dann immer steigend führt der Weg über Ochsenplanggen und Griess nach Bündner Biel. Steil aufsteigend zur gossen Markiertafel bei P 2483 (Wegsicherungen). Über Geröll und Schnee die Mulde queren an den Fusse der Felsen. Den neuen Markierungen folgend und steil ansteigend zu P 2619 am Rande des Brunnifirn. Hier wendet man sich nach links und folgt am Fusse des Gwasmet in E-Richtung dem Weg zur Camona da Cavardiras 2649m.

4. Tag Cavardirashütte–Etzlihütte (5 Std.)

Für Konditionsstarke lässt sich die Besteigung des Oberalpstocks 3327.8m kombinieren. Ansonsten sollte ein Extratag für diese lohnende Gletschertour eingeplant werden. Von der Cavardirashütte am Fusse des Gwasmet entlang in SW-Richtung zu P 2619 absteigen. Ein kurzes Stück auf der Route zum Brunnipass um bald schon beim „B“ von Brichlig nach Westen abzuschwenken. Über die Ebene des Brunnifirns (Gletscherausrüstung und entsprechende Kenntnisse nötig) und zuletzt über einen Hang in gerader Linie zur Fuorcla da Strem Sut 2841m. So vermeidet man den Aufstieg in den spaltenreichen Hängen unter dem Piz Acletta und Piz Ault. Über steiles Geröll und Schnee zum Seelein 2579m absteigen (ev. Pickel benutzen). Auf Wegspuren über die Moräne nach Plauncas Calmut und auf den Grund der Val Strem absteigen. Die verschiedenen Bachläufe werden möglichst weit oben direkt gequert oder weiter südlich über einen Steg. Auf Wegspuren zum markierten Weg auf den Chrüzlipass. Dieser steigt zuerst sanft in N-Richtung an, windet sich dann steil durch Felsrippen und wendet sich anschliessend in E-Richtung zum Chrüzlipass 2347m. Am Fusse des Schafstöckli durchs Chrüzlital nach Müllersmatt 1988m. In kurzem Gegenanstieg zur Etzlihütte 2052m. Wem die Gletscherpassage über den Brunnifirn zu anspruchsvoll ist, der kann nach Disentis absteigen, von dort aus mit der Bahn nach Sedrun fahren und gelangt von dort aus via Val Strem auch zum Chrüzlipass und zur Etzlihütte.

5. Tag Etzlihütte–Bristen (3 Std.)

Von der Etzlihütte nach Müllersmatt 1988m absteigen, über Gulmen 1896m und Rossboden zum Tritt und hinunter zum Hintern Etzliboden 1339m. Weiter zum Vorderen Etzliboden und auf dem Alpsträsschen zum Sagebrüggli 1084m. Über den Steg auf die linke Seite des Etzlibachs. Dem Hang entlang und dann in steilem Zickzack hinunter auf den Boden des Maderanertals. In Steinmatt 784m führt die Brücke über den Chärstelenbach. Auf der Strasse nach Bristen.

Wer sein Fahrzeug bei der Golzernbahn abgestellt hat bleibt beim Sagebrüggli auf der rechten Bachseite und verlässt das Strässchen erst nach Herrenlimi. Ein Fussweg führt direkt zur Talstation.