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Charakter

Das Maderanertal und die Greina gehören zu den ursprünglichsten und intaktesten Bergtälern der Schweizer Alpen und faszinieren durch ihre wilde Schönheit. Warum also nicht beide Täler in einer Tour miteinander verbinden?

Die Tour führt aus dem einen, dem Maderanertal vorbei an den markanten Gipfeln von Gross Windgälle, Gross Düssi und Oberalpstock die die Eckpfeiler eines grandiosen Panoramas sind. Der Anblick des wilden, serracreichen Gletscherabbruch vom Hüfifirn sowie die Etappe entlang des Brunnifirns lassen einen die Gletscherwelt erleben. Der Abstieg ins Vorderrheintal, via die Val Cavardiras und Val Russein geizt nicht weniger mit Höhepunkten, darunter der Anblick von Tödi, Piz Urlaun und Cavestrau. Trotz der guten Bergwanderwege empfiehlt sich eine seriöse Vorbereitung auf die Tour unter Berücksichtigung der Höhenlagen.

Kurzübersicht

Ausgangspunkt: Bristen

Hütten:
Windgällenhütte 041 885 10 88
Hüfihütte 041 885 14 75
Hinterbalm 041 883 19 39
Cavardirashütte 081 947 57 47
Ustria Val 081 943 11 96
Terrihütte 081 943 12 05

Zeit: 4 Tage

Schwierigkeit: meist sehr gut markierte Tour

Ausrüstung: gebirgstaugliche Kleidung, gute Bergschuhe, Orientierungsmittel

Landeskarten: 1:25000 Amsteg (Nr. 1212), Trun (Nr. 1213) und Schächental (Nr. 1192); 1:50000 Klausenpass (Nr. 246) und Disentis (Nr. 256)

1. Tag: Bristen – Windgällenhütte (2 Std.)

Die Talstation der Golzernbahn 832m ca. 1.5km östlich von Bristen ist Endstation der Postautoverbindung Amsteg–Bristen. Von der Bergstation 1392m in E-Richtung über schöne Bergwiesen zum Golzernsee. Beim letzten Haus von Golzern (Seewen) 1423m zweigt der Weg links ab. Über Wiesen und durch lichten Wald über dem See in allgemein NE-Richtung aufsteigen. Oberhalb der Nossplatten durch zum grossen Steinmann auf der Kuppe am Rande der Mulde vom Stäfelbach. Kurz danach zweigt der Weg in N-Richtung ab und steigt zuerst links und dann rechts des Stäfelbaches an zur Windgällenhütte 2032m.

2. Tag: Windgällenhütte – Hüfihütte (4 bis 5 Std.)

Von der Windgällenhütte nach Stäfeli 1927m absteigen und über Alpweiden leicht abfallend nach Ofeli 1757m und weiter zum Tritt ca. 1740m queren. (Bei viel Wasser sind die zu querenden Bäche nicht ganz ohne!) Nach der Überwindung des Felsbandes wendet sich der Weg scharf in SW-Richtung und erreicht in einigen Kehren Saas 1465m. Hier links abbiegen auf den Weg der hinunter zum Steg über den Chärstelenbach führt und kurz darauf den Hüttenweg zur Hüfihütte erreicht. Dieser führt fast geradlinig durch lichte Erlen zum Hüfital auf und durch Geröll an den Fuss der Hüfistöcklenen. In N-Richtung auf den Grasrücken. In einigen Kehren hoch zur schon von weit unten gut sichtbaren Hüfihütte 2334m.

3. Tag: Hüfihütte – Hinterbalm – Cavardirashütte (6 Std.)

Von der Hütte steigt man auf dem markierten Weg über Unter Hüfi ab. Kurz nach Überqueren der Bachläufe vom Hüfital, bei den ersten Erlen zweigt der eindrückliche »Schafpfad« links ab. Steil windet er sich durch die Felsbänder hoch, quert eine kleine Schlucht (Wegsicherungen) und erreicht schliesslich das Seelein von Murrenplanggen. Nach kurzem Abstieg wird der Lammerbach überquert. Über die Düssi Alp erreicht man auf gutem Weg die Hütten von Hinterbalm. Hier beginnt der Wiederaufstieg zur Cavardirashütte. Der markierte Wanderweg folgt dem Brunnibach auf der E-Seite um bei Waltersfire 1900m über die Naturbrücke auf die andere Seite zu wechseln. Am imposanten Wasserfall beim Bocki vorbei zum Brunniboden. Über die wunderschöne Schwemmebene zu den Ruinen von Brunnistafel 2061m und anschliessend auf eine Kuppe. Man darf die Abzweigung nach links nicht verpassen um über einen Steg auf die E-Seite des Baches zu gelangen. Erst noch flach und dann immer steigend führt der Weg über Ochsenplanggen und Griess nach Bündner Biel. Steil aufsteigend zur gossen Markiertafel bei P 2483 (Wegsicherungen). Über Geröll und Schnee die Mulde querend an den Fusse der Felsen. Den neuen Markierungen folgend und steil ansteigend zu P 2619 am Rande des Brunnifirn. Hier wendet man sich nach links und folgt am Fusse des Gwasmet in E-Richtung dem Weg zur Camona da Cavardiras 2649m.

4. Tag: Cavardirashütte – Ustria Val (6 bis 6 1/2 Std.)

Das schönste, eindrücklichste aber auch längste Teilstück, die Königsetappe. Von der Hütte steigt man östlich, den Markierungen folgend über den Sporn ab, dreht auf rund 2600 Metern Höhe in Richtung Norden, um den Hang unterhalb der Hütte zu queren. Wenig später wendet sich der Weg bereits wieder in Richtung Osten und führt dann via P 2590 den weiss-rot-weissen Markierungen entlang über den Felsrücken. Danach weist der Weg auf die linke Talseite der Val Cavardiras, wo man auf ca. 2360m die grünen Wiesen und den Wanderweg erreicht. Diesem folgt man, vorbei am »Strahlerhüttli« P 2123 und über eine kurze Steilstufe hinunter zur Alp Cavrein Sura/Obere Alp Cavrein. Dem Weg folgend über die Brücke und über von grossen Felsblöcken übersäte Alpweiden nach W steil absteigen. Der Weg kreuzt eine kleine, aber imposante Schlucht und erreicht die Val Russein bei der Alp Cavrein Sut/Untere Alp Cavrein P 1575. Dort überschreitet man den Russeinerbach und folgt dem Alpsträsschen zum Barcunsstausee. Dort wo die Druckleitung sichtbar wird zweigt der Weg ab nach Sumvitg, Cumpadials. Durch den Wald und über Heuwiesen erreicht man Cumpadials und die Bahn Station Sumvitg, wo im Restaurant Staziun der durstige und hungrige Wanderer aufs beste bewirtet wird.

Der Fussweg führt von der anderen Seite des Bahnhofes über die Wiese hinunter zur Brücke über den Vorderrhein, und auf der anderen Talseite weiter auf der Fahrstrasse aufwärts, durch den Tunnel zum Weiler Val wo auch die Ustria liegt. Ein idealer Ort in wunderschöner Berglandschaft, um den Abend bei einem guten Capuns und wieder einmal eine Nacht in einem richtigen Bett zu verbringen, nicht zu vergessen die Unterhaltung mit Erna!!!

Es besteht auch die Möglichkeit von Cumpadials mit einem Taxi (081 943 11 96) zur Ustria Val zu gelangen.

5. Tag: Ustria Val – Terri Hütte (4 1/2 bis 5 Std.)

Wegbeschreibung: siehe Homepage der Terrihütte SAC.
Als Alternative besteht auch die Möglichkeit zur Medelserhütte aufzusteigen.